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Alaska – Traumreiseziel für Outdoorfans und Entdecker

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Die Farben Blau und Grün beherrschen den Südosten Alaskas: Unendliche Wälder und das Meer. Kleine, zum Teil verschlafene Fischerorte, liegen weit verstreut auf den vielen Inseln und in den Fjorden. Das Klima ist mild und nass. Aber es ist längst nicht so arktisch kalt wie von vielen vermutet wird. Denn Ketchikan, die südlichste Stadt Alaskas, liegt auf demselben Breitengrad wie Kopenhagen. Und die Hauptstadt Juneau liegt auf demselben Breitengrad wie Stockholm.

Diese Wildnis ist immer noch von Lachsfischern und Holzfällern geprägt.

In vielen kleinen Orten finden sich Angel- und Wildnislodges, wo sich Reisenden unvergessliche Naturerlebnisse beim Wandern oder Kajak fahren bieten.

Bis heute sind nur wenige Städte über Straßen erschlossen. Deswegen bleiben die besten Fortbewegungsmittel durch die etwa 800 Kilometer langgestreckte Region Fähren, Wasserflugzeuge oder Kreuzfahrtschiffe. Einige Reedereien bieten tolle Seereisen entlang der sogenannten Inside Passage durch die grüne Schärenwelt Alaskas. Die Fähren sind zwar zeitintensiver, bieten aber die Fahrt durch unerschlossenere Buchten und Gebiete der Inside Passage. 33 Orte werden stetig von 11 Fähren angefahren. Hier bedarf es natürlich einer guten Vorplanung. Aber dafür ist man näher an der Natur, den Menschen und erlebt Alaska pur!

 

 

In Alaska übernachtet man am besten in kleinen Bed & Breakfast Pensionen oder Lodges in Holzbauweise. Manche liegen direkt an den Häfen und bieten einen unbeschreiblichen Blick nach Westen – mit guten Chancen auf traumhafte Sonnenuntergänge. Insbesondere von Juni bis August empfiehlt sich allerdings eine vorherige Buchung der Unterkünfte, da viele Traveller die milden Sommermonate für eine Rundreise durch Südalaska nutzen und daher eine hohe Nachfrage nach Betten in der Region herrscht. Zudem sollte man auf die amerikanischen Bettengrößen achtgeben. Für zwei Erwachsene kann ein Queen Size Bett mit 1,40 Meter Breite ganz schön eng werden. King Size Betten sind dafür 2 Meter breit, garantieren einen guten Schlaf und werden in vielen Unterkünften angeboten.

Alaskas Wildnis, Natur und Tierwelt erkundet man am besten in Wrangell.

Die Region ist nicht so touristisch erschlossen wie Sitka oder Ketchikan, aber bietet dafür tolle Chancen, echte Braunbären zu beobachten. An mehreren Beobachtungsstationen wie dem Anan Bear Observatory beobachtet man die majestätischen Tiere ganz aus der Nähe. Nur per Kajak oder Boot gelangt man durch die traumhafte Seenlandschaft zu kleinen, gut getarnten Holzhäusern. In aller Ruhe kann man so die Braunbären beobachten, ohne diese zu stören. Erlebenswert!

In Wrangell gibt es ein schönes Inn direkt am Hafen. Ein außergewöhnliches Übernachtungserlebnis bekommt man allerdings, wenn man während des Aufenthalts in einem der bunten Hausboote wohnt – direkt auf dem Wasser! Die Hausboote können bis zu 5 Personen beherbergen und müssen vorher reserviert werden. Das Besondere daran: Oftmals ankern die Hausboote in abgelegenen Gebieten, man kann direkt vom Boot aus Buckelwale beobachten, oder man ankert in einer der wild-romantischen Buchten entlang der Küste.

Viele Reisende ziehen dann weiter auf die Prince-of-Wales Insel. Auf der Ostseite der Insel befindet sich der besuchenswerte Totem-Park von Kasaan, ein einsames Dorf des Haida-Stammes mitten im Wald. Die geschnitzten Totempfähle verbildlichen Geschichten des Indianervolks aus vergangenen Zeiten ohne Schreibkultur.

Petersburg auf der Mitkof-Insel ist im Vergleich zur Prince-of-Wales Insel oder Wrangell richtig geschäftig. Hier befindet sich der größte Fischereihafen der „Inside-Passage“. Eine große Flotte an Heilbuttfischern sticht von hier aus jeden Tag in See, um entlang der Küste nach den leckeren Fischen zu suchen.

 Eisberge sind wie Kunstwerke – weiß, teils riesig, türkisfarben schimmernd.

Wer in Petersburg nächtigt, sollte es nicht verpassen, eine Bootsfahrt zum LeConte-Gletscher zu unternehmen. Dort erlebt man das Kalben des Gletschers hautnah, denn er ist sehr aktiv. In regelmäßigen Abständen brechen große Eisblöcke ab und fallen unter lautem Getöse ins eiskalte Wasser. Auf den vielen vorbeitreibenden Eisschollen liegen Seelöwen. Wer zur richtigen Jahreszeit anreist, kann sogar Seelöwenbabys sehen. Die scheuen Tiere verabschieden sich jedoch und schwimmen davon, wenn das Boot sich ihnen zu sehr nähert.

Alaska begeistert mit einer herrlichen Natur, einer beeindruckenden Landschaft und Bergwelt sowie einer vielfältigen Tierwelt. Die besondere Kultur der Indianervölker begegnet einem auf der Reise immer wieder – in kleinen Ortschaften indianischen Ursprungs und an den zahlreichen Denkmälern. Alaska ist ein Traumreiseziel für Outdoorfans, Tierbewunderer und Entdecker.

Die Anreise ist am einfachsten über Anchorage oder Vancouver zu gestalten. Inzwischen gibt es Direktflüge ab Deutschland.

Beste Reisezeit: Juni bis Anfang September.

Manuela Schiffner
Manuela Schiffner
Ich mag es gerne etwas luxuriöser und exklusiver. Auf meinen Reisen rund um den Globus achte ich auf höchste Qualität bei den Hotels und Kreuzfahrtschiffen. Mein größter Reisetraum ist eine Expeditionskreuzfahrt in die Antarktis zu machen. Außerdem wandere ich für mein Leben gern.