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Wie eine Gesetzesänderung uns in Angst und Schrecken versetzte und sich letztendlich doch als positiv herausstellte

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Ein Rückblick zu den Änderungen durch die Pauschalreiserichtlinie von Heike Rapf

 

Anfang des Jahres hörte ich zum ersten Mal von der Gesetzesänderung mit dem unmerkbaren, langen Namen: Pauschalreiserichtlinie. Erst nach einigem Einlesen wurde mir klar, um was es bei dem Gesetz eigentlich geht: die Absicherung des Kunden je nachdem ob dieser eine Pauschalreise bucht oder nicht.

Die Idee klang harmlos, doch die mögliche Umsetzung im Reisebüro versetzte uns in Angst und Schrecken. Während wir plötzlich mit Begriffen wie „verbundene Reiseleistung“, „Insolvenzversicherung“, „vorvertragliche Informationspflichten“ oder „Umsetzung durch die Veranstalter“ um uns warfen, war uns eine Sache glasklar: Dieses Gesetz würde für uns einen riesigen bürokratischen Mehraufwand bedeuten. Die Anzahl der Formulare und Papiere, die wir dem Kunden nun beim Beratungsgespräch vorlegen und unterschreiben lassen sollten, stieg immer weiter.

Zwischen einer Flut an Informationen zum Thema und jeder Menge Neuerungen fühlten wir uns zunehmend verunsichert und verwirrt. Was kommt da auf uns zu? Wie wird sich unser Reisebüroalltag verändern? Wird das nicht total nervig für unsere Kunden?

Dabei wollten wir doch eigentlich nur Reisen verkaufen und Träume wahr machen!

Die beste Entscheidung war rückblickend, mich für so viele Seminare und Schulungen angemeldet zu haben. Diese kosteten zwar Zeit, doch endlich fing ich an, den Hintergrund des Gesetzes zu verstehen. Die große Einsicht hatte ich kurz darauf: Sinn und Zweck der Pauschalreiserichtlinie ist, den Kunden über seine Rechte aufzuklären und ausführlich zu informieren. Gleichzeitig dokumentieren wir, dass wir unserer Informationspflicht nachgekommen sind.

So wird dem Kunden im Reisebüro ermöglicht, eine aufgeklärte Entscheidung zu treffen: Entweder er geht den abgesicherten Weg einer Pauschalreise. Oder er macht eine Individualreise oder stellt sich verbundene Reiseleistungen zusammen und nimmt die Risiken einer solchen Reise in Kauf.

Das Thema ist sehr komplex. Um so mehr freuen wir uns, folgendes Video vom DRV gefunden zu haben, das die Zusammenhänge und die Vorteile für den Kunden bei der Reisebuchung in wenigen Minuten erklärt.

 

 

Für uns Reiseberater hat sich dank der technischen Lösungen nur der Bürokratie- und Beratungsaufwand etwas erhöht. Doch wenn dies im Sinne des Kunden ist, können wir gut damit leben. Wir freuen uns vor allem darüber, dass wir im Beratungsgespräch weiterhin machen können, was wir lieben: Beraten, Lust aufs Reisen machen, ohne zu viel Papierkram.

Kommt bei Fragen rund um alles Rechtliche oder auch bezüglich der Pauschalreiserichtlinie im Besonderen doch direkt auf mich zu. Es gibt sicherlich spannendere Themen rund ums Reisen, doch ich freue mich über jedes Gespräch!

Eure Heike

Heike Rapf
Heike Rapf
Ich reise schon mein ganzes Leben lang in die fernsten Länder der Welt - Costa Rica, Namibia, Vietnam und viele mehr. Mehrmals im Jahr mache ich am liebsten Individualreisen mit dem Mietwagen oder auch ganz klassisch mit Rucksack und dem öffentlichen Verkehrsmittelsystem. In den letzten Jahren habe ich aber auch Kreuzfahrten zu lieben gelernt. Sie sind die perfekte Rundreise mit weniger Stress. Man geht abends ins Bett und wacht am nächsten Morgen an einem anderen Ort wieder auf!

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