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Warum Hamburg viel cooler ist als Berlin 

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Hallo, ich bin Damla! Für die reiselounge habe ich einen Gastbeitrag geschrieben – und zwar über meine Lieblingsstadt in Deutschland. Gerade dieses Jahr bieten sich Städtereisen super an, weil man sie auch noch relativ spontan organisieren kann und die meisten Städte auch ohne das Flugzeug erreichbar sind. Ich hoffe, ich kann euch mit meinem Beitrag ein wenig inspirieren!

Warum Hamburg viel cooler ist als Berlin? Na, wegen dem Hafen! Ich würde, wenn es darauf ankommt, eine Stadt am Wasser immer vorziehen. Ich liebe dieses Gefühl, am Wasser zu sitzen und den Blick über den Horizont in die Ferne streifen zu lassen, während eine leichte Brise durch die Haare weht. Vor allem in Hamburg ist die Landschaft von Containerschiffen und -terminals, riesigen Docks und Werften so überwältigend, dass sich in diesem Moment alles andere einfach relativiert. Ein ultimatives Gefühl, dass dich erdet. 

Ich habe lange überlegt welche Highlights ich in diesem Gastbeitrag vorstelle und mich dafür entschieden das Beste aus zwei meiner Hamburg Trips zu kombinieren.

1. Shoppen in Hamburg und chillen an der Alster 

Wer in Hamburg ist, wird nicht daran vorbeikommen auch mal einen Stopp am Alstersee einzulegen oder Spaziergänge drum herum zu machen. Die Alster wird unterteilt in die Binnenalster und die Außenalster und ist eigentlich ein Nebenfluss der Elbe, der durch Süd-Holstein und Hamburg fließt. Der wohl bekannteste Ort, um an der Alster zu chillen, ist in der Innenstadt am Jungfernstieg – so heißt übrigens auch die Haltestelle dortWir haben uns am Rande des Wassers hingesetzt und die Füße über dem Wasser baumeln lassenHinter uns ließ eine Gruppe gute Musik auf dem Handy laufen und wir haben in diesem Moment einfach nur die Atmosphäre genossenEin toller Start in unseren Hamburg Trip. 

Die Hamburger Innenstadt bietet eine riesige Auswahl an Geschäften, von Sportgeschäften über die allseits bekannten Modeketten bis zu kleinen Luxus-Boutiquen. Für jeden Geschmack und jedes Budget ist auf Hamburgs Shoppingmeile etwas dabei. Auch wir mussten, wenn wir schon in Hamburg waren, mindestens ein Kleidungsstück als Andenken mitnehmen.  

Wenn ihr übrigens schon in der Innenstadt unterwegs seid, kommt ihr bestimmt auch an Ahoi Steffen Henssler vorbei – ein Schlemmer Tipp! Die wirklich leckeren Fish & Chips müsst ihr probieren. 

2. Was bietet Hamburgs Nachtleben?

Wer kennt sie nicht, die Reeperbahn? Natürlich mussten auch wir mal dort hin und es hautnah miterleben 

Aber erstmal zurück zum Anfang – wie haben wir den Abend gestartet? Beim Italiener im Portugiesischen Viertel kamen wir mit einem Hamburger ins Gespräch, der aufgrund unseres Dialekts erkannt hatte, dass wir aus dem Schwabenländle kommen. Er meinte, dass wir, wenn wir schonmal da sind, unbedingt in die Skyline Bar müssen. Eine unglaubliche Aussicht soll es bieten, über den gesamten Hafen Hamburgs. Also sind wir zurück in unser Hotel und haben uns auf den langen Abend vorbereitet.  

Angekommen an der 20up Skyline Bar (20up, weil 20. Stockwerk), wurden wir erstmal von einem Türsteher angehalten, der vermutlich außer unserer Volljährigkeit auch überprüft hat, ob unsere Garderobe passt. Wenn ihr also dorthin wollt, gebt darauf acht etwas schicker gekleidet zu sein – wir waren es an diesem Abend zum Glück. Mit einer Außenfassade komplett aus Glas und einer eleganten Inneneinrichtung geschmückt mit warmen Lichtern, die von der Decke herunterhängen, war es der perfekte Ort, um den Sonnenuntergang über den Dächern Hamburgs zu bestaunen. Der Himmel war gefärbt in Gelb, Orange, Pink und Blautöne. Davor breitete sich die riesige Hafenlandschaft aus, überall kleine bunte Lichter.  

Ich hätte noch Stunden dort sitzen und aus dem Fenster schauen können. Eine absolute Empfehlung (und danke an den freundlichen Hamburger für den Tipp)!  

Der Start in die Nacht war mehr als gelungen und wir machten uns auf den Weg zur Reeperbahn. Schon während wir durch die Gassen gelaufen sindmerkten wir, wie wir immer mehr in eine andere Welt, eine andere Szene eintauchenAngekommen an der Reeperbahn wurden wir von einer Tanzbar nach der anderen hineingebeten. Umso mehr Mädels in der Bar, umso mehr Interesse für Neukunden, und für uns gab es gratis Getränke – Win-win-Situation.  

Wohin wir aber unbedingt noch wollten? Zu Olivia Jones! Und sie war sogar persönlich da und hat einige ihrer Gäste – so auch uns – persönlich begrüßt. (Ja, sie ist wirklich so groß!) Wir ließen die Nacht, in der wir sehr viel getanzt, gesungen, gelacht und gefeiert haben, in Olivia Jones Bar ausklingen. 

3. Elbphilharmonie,Portugiesenviertel und am Abend zum Musical 

Leider war die Zeit während unseres ersten Hamburg Trips etwas zu kurz und deshalb konnten wir einige Spots, die wir auf unserer Liste hatten, nicht mehr besuchen. Aber schon auf der Rückreise haben wir gesagt, dass wir unbedingt wieder nach Hamburg wollen, um all das, was wir nicht mehr machen konnten, nachzuholenUnd genauso kam es dann auch.  

Bevor wir ein zweites Mal nach Hamburg gereist sind, haben wir fest vorgenommen, dieses Mal auch ein Musical zu besuchen. Also haben wir Plätze für der König der Löwen gebucht. Das Coole an der Location ist, dass man mit einem König der Löwen Themenschiff einmal über die Elbe zum Theater gefahren wird. Dieses liegt nämlich genau auf der gegenüberliegenden Seite der Landungsbrücken. Allein der Weg dorthin macht also schon Spaß. 

Da die Vorstellung erst am Abend stattfinden sollte, bat es sich an, den Besuch mit einer kleinen Tour durch das Portugiesenviertel und einem Besuch der Elbphilharmonie zu kombinieren.  

Bei unserem zweiten Besuch gab es überall auf den Hamburger Straßen verteilt E-Roller zu mieten. Also dachten wir, wieso nicht mit dem E-Roller über die Landungsbrücken zur Elbphilharmonie düsen?  

Die Elbphilharmonie ist das Wahrzeichen Hamburgs – ein Konzerthaus, dass 110 Meter hoch ist. Wer sich für Architektur interessiert, kennt die Elbphilharmonie sowieso. Der Eintritt ist während den Besucherzeiten sogar gratis. Für mich war allein der Weg nach oben so faszinierend. Eine futuristische 82 Meter lange Rolltreppe die im Bogen nach oben verläuft. Und erst auf den letzten Metern erkennt man, wo man rauskommt. Überall helle Wände, Spiegel und meterhohe PanoramafensterAußerdem gibt es eine riesige Terrasse, die eine wunderschöne Aussicht Richtung Landungsbrücken und den Containerhafen bietet. 

Wisst ihr eigentlich, wieso das Portugiesenviertel so heißt, wie es heißt? Früher zu Zeiten der Gastarbeit war dieses Viertel ein Sammelpunkt für viele Portugiesen. Die Mieten waren vergleichsweise günstig, der Hafen, wo viele Einwanderer arbeiteten, war in direkter Nähe und so wurde es zu ihrer zweiten Heimat. Heute findet man dort viele portugiesische Restaurants, die heimische Köstlichkeiten servieren. Bevor es also zum Musical ging, haben wir uns in ein kleines gemütlichen Eckrestaurant gesetzt und dort zu Abend gegessen. Schlemmer Tipp: frischer saisonaler Fisch vom Grill und dazu Portwein. Super lecker! 

3. Kostenlose Hafenrundfahrt und der Fischmarkt

Was wir bei unserem ersten Hamburg Trip nicht wussten? Dass man mit einem Tages-/Wochenticket im HVV Verkehrsnetz eine Hafenrundfahrt gratis dazu bekommt. Und zwar kann man einfach in die Faire mit der Linie 62 Richtung Finkenwerder einsteigen und einfach so eine Runde mitfahren. Auch am Fischmarkt kommt man dann vorbei. Und da sollte es bevor wir von Hamburg abreisen am frühen Sonntagmorgen hingehen.  

Als wir auf dem Fischmarkt ankamen, war es noch dunkel, aber die Obsthändler schon mitten bei der Arbeit. Sie schrien, was sie noch alles in den Obstkorb für 20€ reinlegen würden – Ananas, BananenÄpfelOrangenErdbeeren. Alles was das Herz begehrt.  

Das gleiche Konzept zieht sich auf dem gesamten Fischmarkt durchEin Pauschalpreis für vollgepackte Körbe oder Tüten voller Obst, Gemüse, Fisch oder sogar Süßigkeiten und Nudeln. Wir hatten uns schon gewundert, wieso uns so viele mit vollgepackten Tüten voller Süßigkeiten entgegenkommen. Das Konzept kommt einfach gut an – ganz egal welches Produkt.  

Während wir den Nudelverkäufer mit seiner lauten Stimme bestaunten, entdeckte ich einen Backfisch Stand hinter uns. Auch wenn es noch so früh am Morgen war, musste ich als Fischliebhaberin ein Backfisch im Brötchen mit Knobi probieren. Und ich muss sagen, einfach lecker. Also Schlemmer Tipp: Backfischbrötchen mit Knoblauchsoße auf dem Hamburger Fischmarkt! 

Ich hoffe ich konnte euch die wunderschöne Hafenstadt Hamburg etwas näherbringenGerade die Corona-Zeit bietet uns die perfekte Möglichkeit schöne Ecken unserer Heimat zu entdecken, und wenn ihr noch nicht in Hamburg wart, dann ist es jetzt vielleicht die beste Zeit! Ich hoffe mein Gastbeitrag inspiriert euch und hilft dabei, euren Hamburg Trip genauso unvergesslich zu gestalten wie meinen.  

Eure Damla